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Illustration zur Eisernte der Norddeutschen Eiswerke in Rummelsburg, um 1896. Original in der TU Berlin. Aus: Heintze 2012, S. 35.

Ein Bei­trag von Karen Heide in TOP 44

Im Win­ter 1900/1901 war es sehr kalt in Nord­deutsch­land. Wegen des star­ken Fros­tes ruh­ten die Arbei­ten am Stadt­rand von Kiel, wo  „auf der grü­nen Wiese“ der Hohen­zol­lern­park1 und ein Neu­bau­ge­biet ange­legt wer­den soll­ten. Seit Früh­jahr 1900 waren bis zu 350 vor allem ita­lie­ni­sche und pol­ni­sche Arbei­ter damit beschäf­tigt, die um den Schreven­teich gele­ge­nen Pacht­gär­ten zu roden, neue Stra­ßen anzu­le­gen und die Grund­stü­cke für die Bebau­ung zu erschlie­ßen. Auch das Elek­tri­zi­täts­werk an der Hum­boldt­straße befand sich gerade im Bau. Nun, im kal­ten Januar 1901, konnte nicht gear­bei­tet wer­den. Alles andere als Ruhe herrschte jedoch auf dem zuge­fro­re­nen Teich. Neben Schlitt­schuh­läu­fern sorg­ten Män­ner bei der Eis­ernte für reges Trei­ben. … wei­ter­le­sen

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Das Wohnhaus des Kieler Hofes kurz vor dem Abriss im Jahr 1971. Foto: Stadtarchiv Kiel, Sammlung Magnussen.

Ein Bei­trag von Nils Han­sen in TOP 42

Heute erin­nern sich ver­mut­lich nur noch wenige Kie­le­rin­nen und Kie­ler an ihn, aber zumin­dest bis in die 1970er Jahre hin­ein war der Kie­ler Hof vie­len Ein­woh­nern der Stadt ein Begriff. Anfang des 17. Jahr­hun­derts gegrün­det, wurde die­ses Anwe­sen, ebenso wie der Hof Ham­mer im Süd­wes­ten Kiels, gele­gent­lich als „Stadt­gut“1 bezeich­net und lag in nord­west­li­cher Rich­tung eine knappe Stunde zu Fuß von der Alt­stadt ent­fernt. Der kür­zeste Weg dort­hin führte über die Vor­läu­fer der jet­zi­gen Hol­ten­auer und der Pro­jens­dor­fer Straße und dann auf Höhe des heu­ti­gen Hol­stein­sta­di­ons eine kurze Stre­cke nach Wes­ten den Müh­len­weg ent­lang. Im Jahr 1971 ver­schwand der Kie­ler Hof, als sein Gelände für den Bau der Stadt­au­to­bahn bzw. des Olof-Palme-Damms ein­ge­eb­net wurde. … wei­ter­le­sen