Postkarte der „Deichschänke“ mit vier Motiven. Im Uhrzeigersinn, beginnend oben links: Die Gaststätte vom Pinnaudeich aus gesehen, der Tresenbereich, ein Kümo bei „Tante Grete“ vor Anker, der Gastraum. Die Innenansichten zeugen von der großzügigen Verwendung von Delfter Fliesen. (Archiv Stadt- und Heimatgeschichtliches Museum Uetersen)

Ein Bei­trag von Mat­thias Bun­zel in TOP 45

Das ehe­ma­lige Gast­haus „Deich­schänke“ liegt unmit­tel­bar an der Deich­schart, die die land­sei­tige Zufahrt zum Ueter­sener Klosterdeich-Hafen an der Pinnau bil­det. Auch wenn die ursprüng­li­che Funk­tion des Hau­ses heute auf den ers­ten Blick nicht mehr erkenn­bar ist, so haben doch viele Ein­woh­ner aus dem Ein­zugs­be­reich der Stadt Ueter­sen sowie aktive und ehe­ma­lige Was­ser­sport­ler der Region, die in der ers­ten Hälfte des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts gebo­ren sind, zum Teil noch sehr leb­hafte Erin­ne­run­gen an diese Schank­wirt­schaft. … wei­ter­le­sen

Illustration zur Eisernte der Norddeutschen Eiswerke in Rummelsburg, um 1896. Original in der TU Berlin. Aus: Heintze 2012, S. 35.

Ein Bei­trag von Karen Heide in TOP 44

Im Win­ter 1900/1901 war es sehr kalt in Nord­deutsch­land. Wegen des star­ken Fros­tes ruh­ten die Arbei­ten am Stadt­rand von Kiel, wo  „auf der grü­nen Wiese“ der Hohen­zol­lern­park1 und ein Neu­bau­ge­biet ange­legt wer­den soll­ten. Seit Früh­jahr 1900 waren bis zu 350 vor allem ita­lie­ni­sche und pol­ni­sche Arbei­ter damit beschäf­tigt, die um den Schreven­teich gele­ge­nen Pacht­gär­ten zu roden, neue Stra­ßen anzu­le­gen und die Grund­stü­cke für die Bebau­ung zu erschlie­ßen. Auch das Elek­tri­zi­täts­werk an der Hum­boldt­straße befand sich gerade im Bau. Nun, im kal­ten Januar 1901, konnte nicht gear­bei­tet wer­den. Alles andere als Ruhe herrschte jedoch auf dem zuge­fro­re­nen Teich. Neben Schlitt­schuh­läu­fern sorg­ten Män­ner bei der Eis­ernte für reges Trei­ben. … wei­ter­le­sen